Training fürs Leben

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Ein Blick hinter die Kulissen des Nachwuchsleistungszentrums

Klar, um Sport dreht sich vieles im Nachwuchsleistungszentrum (NLZ) der SpVgg SV. Aber nicht nur. Gesundheit oder berufliche Zukunft der Jugendlichen zählen ebenso, wie ein Blick hinter die Kulissen zeigt.

(sbü) Vom Fußballtraining bis zum Job: Viele Aspekte sehen die Verantwortlichen NLZ als Einheit. Um 220 Kinder und Jugendliche im Alter von 8 bis 18 Jahren kümmern sich 22 ausgebildete Trainer unter Leitung von Kordinator Rainer Fachtan sowie der Vorstand des Vereins. Die Jugendlichen kommen aus 24 verschiedenen Nationen. „Wir wollen charakterstarke junge Menschen entwickeln, die teamfähig sind und eine gute berufliche Zukunft möglichst in der Region haben“, sagt SpVgg-Chef Kurt Haas im Pressegespräch. Vorstandsmitglied Christian Schmidt ergänzt: „Das Wohl der Kinder steht an erster Stelle.“

Sport, Schule und Beruf betrachte man als Einheit. Auf dem Programm steht deshalb neben Fußballspielen noch viel mehr. Zweimal im Jahr gibt es ein umfassendes persönliches Gespräch mit den Jugendlichen. Die Trainer interessieren sich auch immer für die schulische Situation. Gibt es hier Probleme, können die Übungseinheiten hintangestellt werden. „Ein Trainer gibt sogar Nachhilfe“, erzählt Fachtan.

Alle Spieler füllen jährlich einen Steckbrief über ihre gesundheitliche Verfassung aus. Dieser wird vertraulich behandelt und dem Vereinsarzt Dr. Herbert Kroll übergeben. Ihn können die Spieler auch sonst jederzeit konsultieren. Bei gesundheitlichen Auffälligkeiten wird auch das Fifa Medical Center in Regensburg eingeschaltet. Kostenlose Untersuchungen beim Kinderarzt, eine komplette kardiologische Untersuchung beim U13-Jahrgang, Facharztkonsultationen, 12-Kanal-EKG und Physiotherapie ohne lange Wartezeiten sind im Angebot. Bei Verletzungen gibt es eine kostenlose Erstversorgung, falls erforderlich unter Einschaltung der Orthopädischen Klinik Lindenlohe.

Regelmäßige Elternabende gewährleisten enge Kontakte mit den Familien. Die Unterstützung der Eltern, unter anderem durch Fahrdienste mehrmals in der Woche, sei ohnehin unabdingbar. Demnächst soll auch ein Elternbeirat die Arbeit aufnehmen. Vorrangig bei den Sponsoren bemühen sich die Verantwortlichen auch um Ausbildungsplätze. Jedes Jahr begännen rund 25 Jugendliche eine Ausbildung – und das sei ein Gewinn für alle Seiten. Denn die Jugendlichen seien eben „Typen, die die Wirtschaft braucht“, sagt Kurt Haas.

Der Original Bericht auf Onetz:

https://www.onetz.de/weiden-in-der-oberpfalz/vermischtes/blick-hinter-die-kulissen-des-nachwuchsleistungszentrums-der-spvgg-sv-training-fuers-leben-d1757925.html