Torloses Unentschieden

Am Ende blieb es torlos und beide Trainer sprachen von einem gerechten Unentschieden zwischen der SpVgg SV Weiden und dem TSV Waldkirchen. Es war der angesprochen schwere Gegner, der völlig unverständlich aus den ersten Partien nur zwei Punkte geholt hat. „Wir wollen endlich aus der Misere raus und mit einem Tor und einem Sieg den Befreiungsschlag landen“, unterstrich Waldkirchens Trainer Anton Autengruber. Sein Kollege Andreas Scheler wirkte etwas enttäuscht: „Der Knackpunkt war die Verletzung von Benny Werner, danach ging uns der Rhythmus verloren und es gelang uns nur schwer Druck zu erzeugen“. Werner selbst hofft, dass seine Verletzung am Schienbein nur eine schwere Prellung ist. „Jetzt werde ich das Schienbein noch kühlen und hoffe das es bis kommenden Samstag gegen Neunkirchen Heiligen Blut im Heimspiel wieder in Ordnung ist“.

In den ersten zwanzig Minuten zeigte Weiden eine sehr gute spielerische Leistung. Sie kombinierten gefällig. Gerade Michael Busch und Florian Rupprecht, gepaart mit Matthias Heinl und dem pfeilschnellen Moritz Zeitler. So kamen Josef Rodler und Benny Werner zu aussichtsreichen Chancen, die aber ein überragender Benjamin Hannak immer wieder entschärfte. Nach dieser Anfangseuphorie gewöhnte sich Waldkirchen immer mehr an die Weidener Spielweise und fand Lösungen gegen die gut kombinierenden Schwarz Blauen. Ab der 33. Minute dann ohne Werner, für ihn kam Maximilian Geber und Matthias Götz im Tor der Weidener wurde immer mehr zum Spielentscheider. Beide Schlussleute waren heute die Garanten für dieses torlose Spiel, denn was sowohl Hannak als auch Götz aus dem Kasten fischten erstickte ein um das andere Mal den Freudenschrei der 314 Zuschauer.

Nach dem Seitenwechsel guter Beginn Weiden, aber Waldkirchen nahm immer mehr die Zweikämpfe an und nutzte die sich bietenden Konterchancen. Rupprecht scheiterte an Keeper Hannak mit einem wuchtigen Schuss aus 20 Metern (53.), Zeitler zog volley ab und erneut klärte der Waldkirchener Schlussmann (58.). Dann aber auch Götz der einen Freistoß von Matthias Karlsdorfer wie von Geisterhand klärte (59.), Alexander Sigl der alleine vor Götz stand und der Ball links wegkugelt, Martin Krieg trifft die Latte (74.) und immer wieder ist die Weidener Abwehr gefordert. Es bleibt spannend bis zum Schluss und Noah Scheler nutzt einen Abpraller im Mittelfeld um auf Benjamin Hannak zuzustürzen (91.), der Ball springt links am Tor vorbei, aber der Waldkirchener Keeper bleibt im Rasen hängen und verletzt sich, dass Tobias Krenn noch ins Tor muss. Schiedsrichter Niels Venus pfeift dann ab und beide Mannschaften zeigten sich enttäuscht, denn jede hatte den Sieg auf dem Fuß. „Wir haben gegen Weiden wie gegen Bad Kötzting ein Riesenspiel gemacht und wir lassen uns jetzt nicht mehr unterkriegen“, so Autengruber. „Bei uns fehlte ab der 70. Minute die Cleverness und wir wollten einfach mit einem Hurra Stil nach vorne. Ich habe darauf hingewiesen, dass die Waldkirchener Innenverteidiger sehr kopfballstark sind, aber vieles wurde mit hohen Bällen versucht,“ beschrieb Scheler. Am kommenden Samstag um 16 Uhr gibt es das nächste Heimspiel im Spardabank Stadion, zu Gast um 16 Uhr ist die Truppe von Franz Koller Neunkirchen Heiligen Blut. Hier will Weiden weiterhin zu Hause ungeschlagen bleiben.

SpVgg SV Weiden: Matthias Götz, Dominik Huber, Fabian Helleder, Matthias Heinl, Thomas Wildenauer, Moritz Zeitler (86. Florian Reich), Niklas Lang, Florian Rupprecht, Michael Busch, Josef Rodler (81. Noah Scheler), Benjamin Werner (33. Maximilian Geber) – Trainer: Andreas Scheler
TSV Waldkirchen: Benjamin Hannak, Alexander Galle, Manuel Karlsdorfer, Christoph Neuwirth, Philip Autengruber (66. Johannes Schirmer), Sebastian Krieg, Matthias Karlsdorfer, Tobias Krenn, Martin Krieg, Alexander Sigl (78. Benedikt Giller), Rudi Zierler (72. Mario Strahberger) – Trainer: Anton Autengruber