Stefan Fink im Interview

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WEIDEN(han). Die SpVgg SV Weiden hat ein klares Ziel in der kommenden Bayernligasaison vor Augen und das heißt Klassenerhalt. Dies sieht auch der neue Chef-Coach Stefan Fink so: „Ich trainiere ein Team was sich am allerletzten Spieltag vor dem Abstieg gerettet hat. Noch dazu haben wir einige Leistungsträger verloren und da muss man einfach realistisch bleiben“. Das Traineramt hat Fink noch nicht so lange inne, er beerbte Franz Koller, der nun in der Landesliga Mitte Neunkirchen Heiligen Blut erneut trainiert. Die Trainingsarbeit wird auch nicht nur von Fink erledigt, die SpVgg SV Weiden geht auch hier neue Wege. „Ich habe Martin Schuster (zuvor Trainer U 19), Matthias Winter (Coach U 15) und Torwarttrainer Jürgen Sossnowski-Pankoff zur Seite bekommen und das war auch meine Forderung nur im Trainer-Team diese Aufgabe zu übernehmen. Weiden tritt nämlich aktuell mit einem 29 Mann-Kader an, der sowohl die Bayernligamannschaft als auch die Kreisligamannschaft beinhaltet. „Für beide Teams ist der Kader einfach noch zu klein. So recht bin ich noch nicht zufrieden, denn bei dieser Spieleranzahl für zwei Mannschaften kann man schnell Probleme bei Verletzungen bekommen“. Er sei zufrieden mit allen Spielern. So habe man sehr viel Qualität, schöner wäre es wenn man viel breiter aufgestellt sei. Hier ist die SpVgg aktuell immer noch auf der Suche nach Neuzugängen, doch die Sponsorengelder fließen nicht mehr so intensiv und bei den Zuschauern ist noch einige Luft nach oben.

Für Coach Fink steht fest das, man eigentlich zur Vorbereitung noch zwei bis drei Wochen benötigten würde, auch wenn am Samstag bereits in Großbardorf die Saison losgeht.

Stefan Fink hat den Kontakt zur SpVgg nie verloren. Überraschend sei es nun zu einem Treffen mit Sportvorstand Philipp Kaufmann gekommen, der ihm nach dem Wechsel von Koller das Angebot unterbreitete. Der 56jährige spielte von 1982 bis 1990 in der Landesliga- und Bayernligamannschaft der SpVgg Weiden und hier mit solch großen Namen wie Peter Meßmann, Keeper Alfred Kromp, Manfred Walz und vielen anderen legendären Akteuren am Weidener Wasserwerk. Fink gehörte lange zu den Stützen der SpVgg, zuvor spielte er beim FC Amberg und hat sein Herz an die SpVgg verloren. So sprang er ein als 2010 die Insolvenz kam und half die Jugendabteilung aufzubauen. Zuletzt trainierte er den SV Hahnbach und besitzt eine B-Lizenz.

Sein Trainerkollege Matthias Winter, zeigte sich ebenso überrascht, als die Anfrage kam ganz oben mit zu trainieren. „Gut ich bin schon seit zehn Jahren im Verein aktiv, aber solch ein Angebot kam doch sehr überraschend“.

Zu Viert will das Trainer Team alles geben und die SpVgg SV Weiden erfolgreich in der kommenden Saison betreuen. Sehr zufrieden sei man mit den Neuzugängen. So kam Martin Bächer vom SV Mitterteich, Florian Rupprecht von der SpVgg Bayern Hof, Michael Busch und Andreas Graml vom FC Amberg, Andreas Müller von der DJK Ammerthal, Andreas Schimmerer vom SV Etzenricht und Martin Polem vom SV Poppenreuth. Verlassen haben die SpVgg Andreas Wendl, Thomas Schneider und Ralph Egeter zum TSV Ammerthal. Alex Jobst spielt in der Landesliga bei Donaustauf, Tobias Plößner beantragte ein halbes Jahr Auszeit, nicht mehr für den Bayernligisten spielen hingegen Lukas Hudec (zum TSV Detag Wernberg) und Ibrahim Devrilen (zum SV Etzenricht).

Das erste Heimspiel findet am 21. Juli Freitag um 20 Uhr gegen Sand statt. Hier hofft Weiden auf Unterstützung von ihren Fans, denn die Karten sind klar neugemischt.