Gerechtes Unentschieden gegen Würzburg

1. Mannschaft

Das Ende der Partie zu Hause gegen den Würzburger FV war torlos, trotzdem ein Punktgewinn für die SpVgg SV Weiden, die nach der 0:4-Niederlage unter der Woche gegen Eltersdorf gerade in der Defensive sehr überzeugte. Beide Trainer, sowohl Marc Reitmaier als auch Stefan Fink, sprachen von einer gerechten Punkteteilung. „Wir sind trotz der drei Siege noch lange keine Übermannschaft. Nach einer enttäuschenden ersten Hälfte hatten wir gehofft, dass der Lupfer in der 85. Minute von Dennie Michel ins Netz geht. Dann hätten wir den Sieg schon über die Zeit gebracht“, so der Würzburger Coach. „Nach der Niederlage in Eltersdorf, war das der Zähler, den wir unbedingt zu Hause behalten wollten. Wir haben diesen Punkt gewonnen. Am Ende der Saison haben wir das Ziel fünf Mannschaften in der Tabelle hinter uns zu lassen“, unterstrich auf der anderen Seite Stefan Fink. Beide Coaches machten einen zufriedenen Eindruck, entschuldigten sich aber nach dem Schlusspfiff bei den 307 Zuschauern: „Unser beider Kampf, hinten zu Null zu spielen, dürfte dem einen oder anderen Fan nicht gefallen haben“, so der Weidener Cheftrainer. Noch dazu kam die plötzlich einsetzende Hitze. Auf dem Platz waren 40 Grad zu messen und dies sorgte nicht gerade für viel Lauffreudigkeit.

Weiden änderte seine Mannschaft auf einer Position, so lief Florian Reich für Michael Busch von Beginn an auf. Erwartete man einen Gast der ungestüm Richtung Gastgeber Tor startete, sah man sich von Beginn an getäuscht. Die Akteure beider Mannschaften belauerten sich von Beginn an. Die Spieler um Kapitän Stefan Graf versuchten sich über Kombinationen, Würzburg testete meist lange Bälle, sehr zum Unmut ihres Coaches. In der 15. Minute dann versuchte sich Tim Lorenz. Sein Schuss wurde aber von Keeper Dominik Forster gekonnt zur Ecke gefaustet. „Dass wir hinten zu Null bleiben, ist unsere Vorgabe und dann schauen wir was nach vorne geht“, so Forster. Im weiteren Verlauf ist nur noch die Chance von Benjamin Werner zu erwähnen, der Josef Rodler herrlich bediente, aber Schlussmann Andre Koob war schneller und entschärfte diese (23.). Drei Minuten später tauchte Cristian Dan vor dem Kasten von Forster auf, der verkürzte den Schusswinkel und der Ball sauste über das Tor (26.) der Weidener. Keinen Stich in der gesamten Partie machte der erfolgreiche Würzburger Torschütze Adrian Istrefi, der wirksam durch Florian Rupprecht schier ausgeschaltet wurde.

In der Pause dann erntete das Würzburger Team deutliche Worte von ihrem Trainer Reitmaier. „Wegen der gezeigten Leistung bin ich richtig laut geworden“. Seine Mannschaft nahm sich seine Worte zu Herzen und Istrefis Schuss aus 25 Metern klärte Keeper Forster zur Ecke (47.). Weiden kam sogar zu einem Treffer, den aber Schiedsrichter Fabian Kilger aus Mauth wegen eines Remplers nicht gab. Die Ecke von Johannes Scherm landete perfekt auf dem Kopf von Werner, der gekonnt den Ball über die Linie lockte (53.), das wäre die Führung für Weiden gewesen. Im weiteren Verlauf kleine Versuche auf beiden Seiten. Nennenswert der Lupfer von Michel, der sich mit seinem Weitschuss frech versuchte Keeper Forster zu überwinden, aber der Ball glitt über die Latte (85.).

Die letzten fünf Minuten sollten sich schließlich zu den spannendsten und umstrittensten in der ganzen Partie entwickeln. Werner schnappte sich sehenswert den Ball, der mitgelaufene David Drösler überlief ihn einfach von hinten und stieß ihn damit in den Strafraum. Die Weidener Akteure reklamierten Strafstoß, doch der Pfiff blieb aus (90.). „War ein klarer Elfer, aber am Ende kann man nix machen“, so Werner im Resümee. Noch schlimmer erging es Andreas Graml, der vor der Würzburger Trainerbank brutal von einem Gegenspieler attackiert wurde, aber auch hier blieb eine klare  Rote Karte stecken. So blieb es am Ende beim Unentschieden. „Es war verdient, denn der aggressive Zug zum Tor des Gegners hat wohl auch auf Grund der Hitze bei beiden Mannschaften gefehlt“, erklärte Johannes Scherm. Die Akteure richten nun den Blick auf das Derby in Ammerthal am kommenden Freitag und für Stürmer Werner steht fest: „In diesem Spiel wird einfach alles möglich sein!“